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Frontotemporale Demenz

Auch: Pick-Krankheit · FTD · frontotemporale Lobärdegeneration

Seltenere Demenzform (~2–5%). Beginnt mit Persönlichkeitsveränderungen (Enthemmung, Apathie). Gedächtnis bleibt lange erhalten. ICD-10: G31.0

Die frontotemporale Demenz (FTD) betrifft vor allem die Frontallappen (Stirnhirn) und Temporallappen des Gehirns. Im Gegensatz zur Alzheimer-Demenz steht nicht der Gedächtnsverlust, sondern die Veränderung von Persönlichkeit und Verhalten im Vordergrund: Enthemmung, sozial unangemessenes Verhalten, Apathie, Verlust der Empathie oder stereotype, zwanghafte Handlungen. Das Gedächtnis ist oft lange erhalten. Erstmanifestation häufig zwischen 50 und 70 Jahren — damit betrifft FTD vergleichsweise jüngere Menschen. Die Diagnose erfolgt durch erfahrene Fachärzte. Es gibt keine zugelassene Therapie zur Heilung — bitte immer Arzt konsultieren.

Beispiel

Bei jüngeren Erkrankten (unter 65 Jahren) kann die Pflegebegutachtung komplexer sein. Für Modul 3 sind konkrete Verhaltensbeispiele entscheidend: 'Hält keine sozialen Regeln ein', 'reagiert impulsiv und aggressiv', 'wiederholt dieselben Handlungen stundenlang'.

Rechtsgrundlage

Medizinische Klassifikation ICD-10 G31.0; § 15 Abs. 2 SGB XI

Quellen

Verwandte Begriffe

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