Demenz
Auch: Demenzerkrankung · kognitive Beeinträchtigung · Hirnleistungsstörung
Sammelbegriff für fortschreitende Hirnleistungsstörungen: Gedächtnis, Denken, Sprache und Persönlichkeit sind beeinträchtigt. ICD-10: F00–F03.
Demenz bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen Hirnfunktionen dauerhaft und fortschreitend beeinträchtigt werden. Betroffen sind vor allem Gedächtnis, Denkvermögen, Orientierung, Sprache, Urteilsvermögen und Persönlichkeit. Die häufigsten Formen sind Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz, Lewy-Körper-Demenz und frontotemporale Demenz. Die Diagnose erfolgt durch Hausarzt oder Facharzt (Neurologie, Psychiatrie) mittels klinischer Tests und bildgebender Verfahren. Im ICD-10 werden Demenzen unter F00–F03 klassifiziert. Für die Pflegebegutachtung (NBA) sind kognitive Fähigkeiten (Modul 2) und Verhaltensauffälligkeiten (Modul 3) besonders relevant.
Beispiel
Angehörige sollten vor der MDK-Begutachtung konkrete Alltagsbeispiele notieren: 'Mutter findet den Weg zur Toilette nicht mehr', 'verwechselt Tag und Nacht', 'erkennt Familienmitglieder nicht mehr'. Diese Schilderungen beeinflussen Modul 2 und 3 direkt.
Rechtsgrundlage
Medizinische Klassifikation ICD-10 F00–F03; § 15 Abs. 2 SGB XI (Modul 2+3)