Leichte Kognitive Störung (MCI)
Auch: MCI · Mild Cognitive Impairment · leichte kognitive Beeinträchtigung
Vorstufe zur Demenz: kognitive Beeinträchtigungen vorhanden, Alltagsbewältigung aber noch möglich. Nicht jedes MCI entwickelt sich zur Demenz.
Das Mild Cognitive Impairment (MCI) bezeichnet eine Zwischenstufe zwischen normalem altersbedingten Vergessen und einer manifesten Demenz. Betroffene haben messbare kognitive Beeinträchtigungen (z. B. Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wortfindung), können aber ihren Alltag noch weitgehend selbstständig bewältigen. Nicht jedes MCI entwickelt sich zu einer Demenz — je nach Studie ca. 10–15 % pro Jahr. Bei Hinweisen auf MCI ist eine fachärztliche Abklärung und regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Für die Pflegebegutachtung kann MCI je nach Ausprägung in Modul 2 bereits Punkte ergeben. Bitte Diagnose und Verlaufskontrollen mit dem Arzt besprechen.
Beispiel
Wenn ein Angehöriger regelmäßig Worte nicht findet, sich Verabredungen nicht merken kann, aber noch selbstständig kocht und einkauft: beim Hausarzt ansprechen. Ein Pflegegrad kann bereits bei MCI beantragt werden, wenn NBA-Punkte erreicht werden.
Rechtsgrundlage
Medizinische Klassifikation ICD-10 F06.7; § 15 Abs. 2 SGB XI