Demenz-Früherkennung
Auch: Demenztest · MMST · Mini-Mental-Status-Test · DemTect · Uhrentest · kognitiver Screeningtest
Tests zur Früherkennung (MMST, DemTect, Uhrentest) werden vom Hausarzt durchgeführt. Frühe Diagnose ist wichtig für den Pflegekassen-Antrag.
Zur Früherkennung einer Demenz stehen verschiedene Screeningtests zur Verfügung, die vom Hausarzt oder Facharzt durchgeführt werden: Der Mini-Mental-Status-Test (MMST/MMSE) ist der am weitesten verbreitete Test (30 Fragen zu Orientierung, Gedächtnis, Rechnen, Sprache). Der DemTect ist sensitiver für frühe Stadien. Der Uhrentest (eine Uhrzeit in einen Kreis einzeichnen) gibt Hinweise auf räumlich-konstruktive Störungen. Diese Tests ersetzen keine vollständige neurologisch-psychiatrische Diagnostik. Wichtig: eine frühzeitige Diagnose ermöglicht frühzeitige Antragstellung beim Pflegegrad, bessere Versorgungsplanung und Nutzung von Beratungsangeboten. Der Arztbericht mit Testergebnissen sollte dem MDK-Gutachter vorliegen.
Beispiel
Wenn Angehörige Gedächtnisprobleme bemerken: Hausarztbesuch vereinbaren und Bedenken aktiv ansprechen. Nach einer Demenz-Diagnose zeitnah Pflegegradantrag stellen — alle Leistungen gelten ab Antragseingang rückwirkend.
Rechtsgrundlage
Medizinische Klassifikation ICD-10 F00–F03; § 33 SGB XI (Antragsdatum)